Wie verkaufe ich auf Kleinanzeigen? Tipps für Spiele & Konsolen

Kleinanzeigen ist für viele der erste Gedanke, wenn alte Spiele oder eine Konsole raus sollen. Keine Verkaufsgebühren, viele Käufer in der Nähe – klingt einfach. Damit es auch wirklich klappt (und du nicht an Betrüger gerätst), hier die wichtigsten Tipps aus der Praxis.
1. Gute Fotos machen den Unterschied
- Tageslicht statt Blitz: Ein Fenster in der Nähe reicht – Blitz spiegelt auf Hüllen und Modulen.
- Übersichtsfoto zuerst: Alles auf einen Blick, dann Detailfotos.
- Rückseiten und Discs zeigen: Käufer wollen Kratzer, Etiketten und Vollständigkeit sehen.
- Ehrlich bleiben: Mängel lieber zeigen als verstecken – das spart Ärger und Rückfragen.
2. Eine Anzeige, die gefunden wird
Käufer suchen nach konkreten Begriffen. Schreib deshalb genau, was es ist:
- Titel: Konsole/Spiel + Plattform + wichtigste Info, z. B. „Pokémon Gelb – Game Boy – Modul mit Anleitung“.
- Beschreibung: Zustand, Vollständigkeit (Hülle, Anleitung, OVP), Funktion („getestet“), Region (PAL/deutsch).
- Bei Sammlungen: eine Liste aller Titel – das hilft bei der Suche enorm.
3. Den richtigen Preis finden
Orientiere dich nicht an anderen Kleinanzeigen – dort stehen oft Wunschpreise. Besser: bei eBay nach „Verkaufte Artikel“ filtern und vergleichbare Angebote im gleichen Zustand anschauen. Plane etwas Verhandlungsspielraum ein, denn auf Kleinanzeigen wird fast immer gehandelt. Mehr dazu in unserem Beitrag So findest du die Preise zu deinen Schätzen.
4. Versand oder Abholung?
- Abholung: Am sichersten mit Barzahlung oder Echtzeitüberweisung vor Ort. Konsolen am besten kurz vorführen.
- Versand: Gut polstern, Discs in die Hülle, Module in eine kleine Schutzhülle. Immer mit Sendungsverfolgung verschicken.
5. Sicher bezahlen nutzen
Kleinanzeigen bietet mit „Sicher bezahlen“ eine eigene Bezahlfunktion an: Der Käufer zahlt über die Plattform, das Geld wird treuhänderisch verwahrt und nach Erhalt der Ware an dich ausgezahlt. Für Verkäufer ist das kostenlos, der Käufer zahlt eine Servicegebühr. Vor der ersten Auszahlung musst du deine Identität bestätigen. Wichtig: Der Schutz gilt nur, wenn die gesamte Abwicklung über die Nachrichten auf Kleinanzeigen läuft. Die genauen Bedingungen und Gebühren findest du jeweils aktuell in der App.
6. Typische Betrugsmaschen – und wie du sie erkennst
- Fake-Links „Zahlung erhalten“: Du bekommst einen Link per SMS, WhatsApp oder Mail, um „dein Geld abzuholen“ – und sollst Kartendaten eingeben. Finger weg! Echte Zahlungen siehst du nur in der App.
- Kommunikation außerhalb der Plattform: Wer sofort auf WhatsApp wechseln will, will oft den Käuferschutz umgehen.
- „Kurier holt ab“ / „Bezahle mehr als verlangt“: Klassische Maschen, um dich zu einer Rücküberweisung zu bringen.
- PayPal „Freunde & Familie“ als Käufer: Wenn du selbst kaufst, verzichtest du damit auf den Käuferschutz.
Faustregel: Klingt etwas zu einfach oder zu dringend, ist es meistens Betrug. Lieber eine Anfrage zu viel ablehnen.
7. Was ist mit Steuern?
Wer gelegentlich eigene, gebrauchte Sachen verkauft, ist in der Regel privat unterwegs. Seit 2023 melden Plattformen allerdings Verkäufer an das Bundeszentralamt für Steuern, die im Jahr 30 Verkäufe oder 2.000 € erreichen. Eine Meldung heißt nicht automatisch, dass Steuern fällig werden – wer aber gezielt einkauft, um wieder zu verkaufen, handelt gewerblich. Im Zweifel: Steuerberater fragen.
Lieber direkt verkaufen?
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